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#RedenWir über faire Pensionen

Arbeiten bis zur Pension – oder bis zum Limit?

Arbeiten bis 65? Für viele ist das reine Theorie: Weil harte Arbeitsbedingungen krank machen und ältere Beschäftigte oft keinen Platz mehr im Betrieb finden.

  • ● Körper und Psyche am Limit: Schichtdienst, schwere Lasten, ständiger Zeitdruck. Wer tagtäglich anpackt, ist keine Maschine.
  • ● 1,4 Millionen glauben nicht ans Durchhalten: 4 von 10 Beschäftigten sagen, dass sie ihren Job nicht bis 65 schaffen. 43% der männlichen Arbeiter mit geringem Einkommen erleben das 65. Lebensjahr gar nicht mehr erwerbsfähig – sie sind bis dahin bereits invalid oder verstorben.
  • ● Höheres gesetzliches Antrittsalter bestraft die Falschen: Wer noch längeres Arbeiten fordert, ignoriert die Realität jener Menschen, die unser Land tagtäglich am Laufen halten.
  • ● Krankmachende Arbeit ist das Problem, nicht das Pensionssystem: Statt ständig über ein höheres Regelpensionsalter zu diskutieren, müssen Unternehmen Arbeitsbedingungen schaffen, die man überhaupt bis 65 gesund durchhalten kann.

Arbeiten bis zur Pension – oder bis zum Limit?

Arbeiten bis 65? Für viele ist das reine Theorie: Weil harte Arbeitsbedingungen krank machen und ältere Beschäftigte oft keinen Platz mehr im Betrieb finden.

  • ● Körper und Psyche am Limit: Schichtdienst, schwere Lasten, ständiger Zeitdruck. Wer tagtäglich anpackt, ist keine Maschine.
  • ● 1,4 Millionen glauben nicht ans Durchhalten: 4 von 10 Beschäftigten sagen, dass sie ihren Job nicht bis 65 schaffen. 43% der männlichen Arbeiter mit geringem Einkommen erleben das 65. Lebensjahr gar nicht mehr erwerbsfähig – sie sind bis dahin bereits invalid oder verstorben.
  • ● Höheres gesetzliches Antrittsalter bestraft die Falschen: Wer noch längeres Arbeiten fordert, ignoriert die Realität jener Menschen, die unser Land tagtäglich am Laufen halten.
  • ● Krankmachende Arbeit ist das Problem, nicht das Pensionssystem: Statt ständig über ein höheres Regelpensionsalter zu diskutieren, müssen Unternehmen Arbeitsbedingungen schaffen, die man überhaupt bis 65 gesund durchhalten kann.
Ein Mann aus der Industrie und eine Frau aus dem Pflegebereich, beide mittleren Alters
Was sich jetzt ändern muss
Ein Mann aus der Industrie und eine Frau aus dem Pflegebereich, beide mittleren Alters

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Ich arbeite im Büro. Durch unsere vielen Projekte und unorganisierte Strukturen bin ich ständig gestresst. Auch fehlendes Management und eine angespannte finanzielle Lage belastet zusätzlich. Der Standard bei uns: Kaum jemand macht Pausen, abgesehen von der 30-minütigen Mittagspause. Viele sind ständig am Limit. Hundert Dinge gleichzeitig im Kopf. Und aktuell Angst, von Stundenkürzungen betroffen zu sein. Auch die Bewegung fehlt im Bürojob - da muss man selbstständig in der Freizeit schauen, sich die Rückengesundheit zu erhalten. Ich habe das Gefühl, es wird immer mehr erwartet.
Anna P.
Die Menschlichkeit gibt es nicht mehr und die Kollegialität lässt auch schon zu wünschen übrig, weil oft die Konkurrenz gefördert wird, anstatt die einzelnen Stärken der Mitarbeiter zu fördern, dann kann auch der Arbeitgeber davon profitieren. Frauen in den technischen Berufen sollten nicht unterschätzt werden. Weiters sollte mehr auch auf die einzelnen Mitarbeiter mehr eingegangen werden und nicht nach persönlicher Sympathie beurteilt werden.
R G.
Diversität in alle Richtungen real umsetzen und mit Freude an der individualisierten Zukunft arbeiten.
Wilhelm G.
Ich arbeite als unterrichten Deutsch als Zweitsprache in der Erwachsenenbildung. Die Arbeitsbedingungen sind so schlecht, dass ich aktuell versuche, in eine andere Branche zu wechseln. In dieser Branche möchte ich nicht alt werden.
Judith D.
Ich finde es nicht fair, dass ich nach jahrzehntelanger Arbeit nicht mal ein paar wirklich gute Jahre in der Pension haben darf. Ich habe mein ganzes Leben dafür eingezahlt!
Goran N.
Ich bin als Freizeitpädagogin tätig und erlebe täglich, wie sehr sich die Herausforderungen im Betreuungsalltag verschärft haben. Der Arbeitsdruck ist enorm, da immer mehr Kinder Verhaltensauffälligkeiten oder mangelnde Erziehung mitbringen, während wir als Personal kaum noch Werkzeuge oder ausreichende Ressourcen haben, um dem gerecht zu werden. Diese ständige mentale und körperliche Anspannung zehrt an den Kräften. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man unter diesen Bedingungen gesund bis 65 arbeiten soll. Wir brauchen bessere Betreuungsschlüssel, mehr Fachpersonal und gezielte Präventions- sowie Entlastungsangebote.
Tanja P.
Ich arbeite in einem Pflegeheim als Pflege Assistentin. Der Tag/Nachtdienst, die körperliche und psychische Belastung sind enorm! Wie will man mit 67 einen 100 kg schweren Bewohner mobilisieren? Unmöglich....
Manuela H.
Mein Mann hat seinen Job mit Schichtdiensten nach 25 Jahren aufgegeben. Migräne, Herz- Kreislauf Beschwerden machen es unmöglich, dass er bis zur Pension durchgehalten hätte. Die älteren Kollegen in seiner Branche sind mit 50/60 schon völlig am Ende.
Mirjam Z.
Frauen die Vollzeit waren, Überstunden geleistet haben, 50 Stundenwoche, sollten früher in Pension gehen dürfen, eine gezwunge Mitversicherung kostete mir Versicherungszeiten und Geld ca 7000 Euro aus eigener Tasche, war eh schon gestraft mit Nearshoring, Schulzeiten der 3jährigen HAS durften laut PVA nicht nachgekauft werden bringt nix sagten Sie
Claudia P.
Ich habe immer Vollzeit unter dauerndem Zeitdruck gearbeitet und viele Überstunden gemacht. Jetzt bin ich chronisch krank und zudem pflegende Angehörige. Mehr als Teilzeit geht nicht und die Pension ist noch weit entfernt. Die ständigen Diskussionen über "Lifestyle"-Teilzeit und längeres Arbeiten machen mich einfach nur wütend.
Ines C.
Meine Arbeitskollegen/innen und Ich im Pflegebereich und Allgemein alle die in Gesundheitswesen arbeiten !!! Wie werden zu stark überlastet. Und auch die Jungen Leute und die Auszubildende Leute werden schon in Praktikumszeiten als volle Arbeitskraft eingesetzt. So das manche Leute nach Abschluss ihrer Ausbildung nicht mehr im Gesundheitswesen arbeiten wollen. Die Krankenstände erhöhen sich durch erhöhte Arbeitsaufgaben, Personalmangel oder Einsparung von Personal, Sodass Alle Arbeitskräfte psychisch und Körperlich ausgezehrt werden und Krank gemacht werden!!!. Und die Langzeitarbeitslosigkeit steigt jetzt schon ab 50 Jahre durch diese Arbeitsbedingungen. Wie sollte dann die Älteren Arbeitskräfte im Arbeitsmarkt Gesund erhalten bleiben ??? Und wie die Anderen Arbeitskräfte aus anderen Berufsgruppen???
Isabella M.
Also, ich könnte über 65 arbeiten - hatte einen Bürojob, war also keiner Hitze-, Staub- oder Lärmbelästigung ausgesetzt. Schwere Lasten zu tragen hatte ich auch nicht und ich bin gesund geblieben. Ich denke, abgesehen von zB Bau und schwerem Handwerkertätigkeiten und dgl. kann ohne weiteres länger gearbeitet werden. Sie können sich vielleicht gar nicht vorstellen, wieviele junge Pensionisten ihren Kindern u Enkelkindern beim Hausbau bzw bei der Hausbewirtschaftung noch helfen! Also nicht generell auf GEHT NICHT machen - sorgen Sie dafür, dass Anreize für längeres Arbeiten geschaffen werden. Unsere Kinder und Enkelkinder werden es uns danken wenn sie finanziell wegen uns jungen und noch gesunden Pensionisten weniger belastet werden
Manfred L.
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1.

65 Jahre sind genug. Keine weitere Erhöhung des Antrittsalters:

Wer ein Leben lang anpackt, hat sich seine Pension verdient.

2.

Krankheit ist kein Kündigungsgrund:

Wer durch die Arbeit krank wird, braucht Schutz statt Kündigung. Loyalität darf keine Einbahnstraße sein.

3.

Alternsgerechte Arbeitsplätze

Betriebe müssen Arbeit so gestalten, dass Menschen gesund bis zur Pension arbeiten können.

4.

Bonus-Malus-System gegen Altersdiskriminierung:

Belohnung für Betriebe, die Ältere einstellen und im Job halten – Strafen für jene, die Beschäftigte systematisch aussortieren.

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Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Die AK kämpft nicht nur politisch für faire Regeln, sondern prüft deine Ansprüche ganz konkret: von der Schwerarbeit über Reha-Geld bis zum Pensionskonto.

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